Tolles Ausbildungskonzept an der Flying Steps Academy

Bei einem Treffen mit Stefan Lechermann von der Flying Steps Academy in Berlin habe ich mir gemeinsam mit Notker Schweikhardt das geplante dreijährige Ausbildungskonzept für Tanzlehrer*innen, Choreograp*innen und Tänzer*innen erklären lassen, mit dem die Academy im Sommer 2020 starten möchte. Bisher gibt es für die urbane Tanzszene nichts Vergleichbares – anders als etwa im Jazzdance oder Ballett. Wer wäre dafür besser geeignet als die größte urbane Tanzschule Deutschlands mitten in Kreuzberg?

Stefan Lechermann – für Booking und Kooperationen zuständig – sieht das größte Problem der urbanen Tanzsszene darin, dass die Tanzschulen sich auf das Reproduzieren vorhandener Tanzstile beschränken, Lehrvideos einkaufen und bestehende „Moves“ nachtanzen. Die Kreativität des Nachwuchses gehe so verloren und die Szene stagniere. Um die ursprüngliche kreative tänzerische Kraft des Hip Hop zu erhalten und das „Erzählen“ von Geschichten zu fördern, brauche es eine richtige Ausbildung. Sie soll mit didaktischen, rhetorischen und pädagogischen Mitteln Wissen und Technik vermitteln, um die urbane Tanzkultur aufrecht zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wünschen sie sich eine finanzielle Unterstützung des Landes Berlin.

Die Flying Steps Academy besteht seit 2007 und bietet eine große Bandbreite urbaner Tanzstile an wie etwa Hip Hop, Breakdance, Popping, Locking, Voguing, House und vieles mehr. Die Academy ist hervorgegangen aus der seit 1993 bestehenden Tanzcrew Flying Steps, die vierfache Weltmeister im Breakdance wurden und international erfolgreich urbane Tanzshows entwickeln.

Verwandte Artikel