Stefanie Remlinger, MdA, Quelle: rbb-online.de

Rede zur Reform der Beruflichen Bildung

In der Sitzung des Berliner Parlaments vom 28.11.2019 haben wir uns unter anderem der Reform der Beruflichen Bildung gewidmet. Mit dem Antrag, alle vollzeitschulischen Ausbildungsgänge in Berlin überprüfen zu wollen, setzte die FDP meines Erachtens einen falschen Schwerpunkt. Bei der Untersuchung der Bildungsgänge bleiben wir regelmäßig stecken, weil sie mit der Frage nach einer Reduzierung der Bildungsgänge verknüpft wird.

Stattdessen müssen wir fragen, wie die wirtschaftliche Struktur des Arbeitsmarkts in Berlin ist? Und wohin sich die Zukunft der Arbeit entwickelt?

Tatsächlich haben wir in Berlin ein strukturelles Problem: Jahr für Jahr gehen 10.000 bis 15.000 mehr Schüler*innen von Schulen ab, als der Ausbildungsmarkt aufnehmen kann. Und die Tendenz ist steigend. Weil es im dualen System an Ausbildungsplätzen mangelt, brauchen wir die vollzeitschulischen Ausbildungsgänge.

Der wichtigste Aussgangspunkt für eine Reform ist für mich: Wir geben keine*n Jugendliche*n verloren! Deshalb bauen wir keine Bildungsgänge ab, nur damit hypothetisch die Möglichkeit steigt, in Ausbildungsbetriebe zu kommen, die es nicht gibt.

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