Schulmittagessen – Nachbesserungen nötig

In der vor einigen Tagen vom Berliner Bündnis „Qualität im Ganztag“ veröffentlichten Blitzumfrage zum Stand des Schulmittags bestätigt sich leider, dass die von mir und meiner Fraktion wiederholt – aber vergeblich – geäußerten Bedenken sich einerseits bestätigt haben. Durch die Einführung des kostenlosen Schulmittagessen für alle Erst- bis Sechstklässler habe sich laut Umfrage die Zahl der Essensteilnehmenden erheblich (58 Prozent) erhöht, wobei viele Schulen weder räumlich noch personell auf diesen Ansturm vorbereitet gewesen seien.

Durch eine schrittweise Einführung des kostenlosen Angebots hätte dieser Zustand sicherlich vermieden werden können. Wir hoffen jetzt, dass wir mit dem Mensa-Ausbauprogramm im SIWANA (Gesetz über die Errichtung eines Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds) in den schlimmsten Fällen für schnelle Linderung sorgen können.

Andererseits sehe ich auch die positiven Effekte dieser schwierigen Lage. Viele Schulen machen sich wegen der gegenwärtigen Zeit- und Personalprobleme, die der Schulmittag stellt, (endlich!) auf den Weg zu einem Rhythmisierungskonzept. Das ist gut und notwendig, denn wir wissen, dass nur der Ganztag an sich noch keine nennenswerten Verbesserungen der Lernerfolge von Schüler*innen hervorbringt. Im Rahmen des Bündnisses „Qualität im Ganztag“ wird dieses Thema auch weiterhin professionell und intensiv begleitet.

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