Berliner Schulen offline – wie lange noch?

Tagesspiegel 12.08.2020

Spätestens wenn zu Tage tritt, dass viele Lehrkräfte nicht einmal eine offizielle E-Mail-Adresse haben, sollte auffallen, dass die infrastrukturelle Ausstattung der Schulen in der Stadt eine Katastrophe ist.

Wir wollen medial, digital souveräne Lehrkräfte und Schüler*innen. Wir wollen den Rahmenlehrplan mit dem Basiscurriculum Medienbildung umsetzen. Lehrkräfte müssen von zu Hause aus arbeiten können, Schüler*innen müssen zu einem remote learning befähigt werden, Unterricht muss auch an anderen Orten, außerhalb Schule stattfinden können, hybrides Lernen muss unterstützt werden. Messengerdienste müssen etabliert werden, Teamarbeit muss u.a. durch Videokonferenztechnik ermöglicht werden. Außerdem muss Verwaltung, Statistik, Datentransfer digital und medienbruchfrei ablaufen. Im Koalitionsvertrag heißt es: : „Die Koalition wird die Medienplattform OER und die IT-Infrastruktur der Schulen mit schnellen und leistungsfähigen Breitbandanschlüssen, WLAN für alle und einer zeitgemäßen Hard- und Software-Ausstattung unter Einbeziehung von Open-Source-Software ausbauen.“

Die Bildungsverwaltung hat wertvolle Zeit verspielt. Edukative und administrativen Prozesse müssen zusammengedacht werden. Klarheit bei den Zuständigkeiten und Verwaltungsprozessen ist zwingend notwendig.

Autorin Susanne Vieth-Enthus hat sich u.a. bei mir über den Stand der Dinge informiert.

Hier können Sie den Artikel im Tagesspiegel lesen.

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