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Die Zukunft der Verwaltung gemeinsam gestalten

Als Bürgermeisterin von Berlin-Mitte erlebe ich täglich, mit wie viel Engagement unsere Mitarbeiter*innen für die Anliegen unserer Bürger*innen arbeiten. Dieser Einsatz ist das Herzstück einer funktionierenden Verwaltung – darauf bin ich sehr stolz. Gleichzeitig sehe ich, wie sehr veraltete Strukturen, räumliche und technische Arbeitsbedingungen dieses Engagement ausbremsen. Sie passen nicht mehr zu den Anforderungen unserer Zeit und erschweren guten Service.

Berlinweit größtes New Work-Projekt

Deshalb machen wir uns auf den Weg: mit dem berlinweit größten New Work-Prozess stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen entwickeln wir Arbeitsplätze und Strukturen, die Zusammenarbeit erleichtern, Abläufe klarer machen und Reibungsverluste reduzieren. Unser Ziel ist eine moderne Verwaltung mit guten Arbeitsbedingungen – denn sie sind die Grundlage für guten Bürgerservice. Am Alexanderplatz entsteht dafür ein sichtbares Zeichen: unser „Rathaus der Zukunft“ – ein Ort für neue Zusammenarbeit, mit modernen Arbeitsplätzen. Die Finanzierung steht, der Bau hat begonnen.

New Work braucht Digitalisierung

Mobiles Arbeiten, Teamarbeit über Standorte hinweg oder flexible Arbeitszeiten funktionieren nur mit zeitgemäßer IT. Ohne digitale Prozesse verlieren wir nicht nur Effizienz, sondern auch im Wettbewerb um Fachkräfte. Die Digitalisierung liegt formal beim Senat. Dort wurde die digitale Akte über viele Jahre hinweg entwickelt, ohne die Fachverfahren mitzudenken – also genau die Programme, mit denen unsere Ämter täglich arbeiten. Bis heute fehlen wichtige Schnittstellen. Das sorgt für Papierberge, unnötiges Ausdrucken und Frust. Ich habe das Thema bei der Chief Digital Officer des Landes Berlin, Staatssekretärin Martina Klement, platziert. Für die zehn größten Fachverfahren sollen nun Schnittstellen geschaffen werden sollen. Gleichzeitig stoßen wir an strukturelle Grenzen: IT-Produkte müssen über den landeseigenen Dienstleister ITDZ bezogen werden, der seit Langem an Grenzen stößt. Die Folge: zentrale Werkzeuge wie elektronische Arbeitszeiterfassung oder moderne Kollaborationstools fehlen. Deshalb gehen wir an einigen Stellen pragmatisch vor und beschaffen notwendige Lösungen direkt am Markt. Klar ist: wenn Berlin eine leistungsfähige, attraktive und zukunftsfeste Verwaltung will, dann muss Digitalisierung vom Sonderprojekt zur Grundlage des Arbeitens werden.