Was mich antreibt
Wer wählt, entscheidet sich nicht nur für Programme und Parteien, sondern auch für Menschen. Und wer mich wählt, entscheidet sich für Mitgestaltung und Empowerment, für kreative Lösungen und Ausdauer.
Ich bin in Ellwangen (Jagst) aufgewachsen – in einem Elternhaus, das mir früh gezeigt hat: Freiheit und Empowerment bedeuten, sich entfalten und seinen Weg gehen zu können. Genau dieser Spirit hat mich 1999 auch nach Berlin gezogen. Und genau dafür stehe ich heute auch politisch.
Doch diese Freiheit ist nicht selbstverständlich. Wenn Mieten steigen, Kieze veröden, Vielfalt infrage gestellt wird und bei Kunst und Kultur gespart wird, dann läuft etwas falsch. Ich bin überzeugt: Vielfalt ist unsere Stärke. Kultur ist das Herz von Berlin – gerade in Mitte. Und wir brauchen gute Nachbarschaften – solidarische, vielfältige und lebendige Orte, an denen Wirtschaft, Nachbarschaft, Kunst und Kultur zusammenkommen und neues Leben entsteht. Daran arbeite ich seit Jahren und habe noch viel vor.
In meiner Jugend habe ich 13 Jahre Fußball gespielt – und das in einer Zeit, in der Mädchen dort nicht vorgesehen waren. Ich habe damals gelernt, es lohnt sich, sich einzusetzen, Haltung zu zeigen und dranzubleiben. Damit hätte ich es fast in die damals neu gegründete Bundesliga geschafft und habe später im Berliner Abgeordnetenhaus 10 Jahre lang für gute Bildung gestritten. Weil gute Bildung für mich der Schlüssel zu echter Chancengleichheit ist: für freie Entfaltung – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Einkommen der Eltern.
Mittlerweile bin ich seit über 20 Jahren in Berlin politisch aktiv und habe gelernt, einem „das geht nicht“ – wo immer es geht – kreativ und mit Ausdauer zu begegnen.
Wenn der Senat von den Bezirken verlangt, zu sparen – und das vor allem zulasten von Kindern und Jugendlichen – dann sage ich: nicht mit mir! Dann verhandle ich andere Wege und gebe lieber Mittel aus nicht realisierbaren Infrastrukturprojekten zurück.
Als Schüler*innen der Anna-Lindh-Grundschule in einem schimmelnden Gebäude lernen mussten, war klar: nicht mit mir! Ich verantworte lieber einen schwierigen Umzug in ein Bürogebäude – und bin sehr froh über das Happy End im neuen Schulgebäude an der Reinickendorfer Straße.
Und als das Zentrum für Politische Schönheit eine Statue für Walter Lübcke vor der CDU-Parteizentrale aufstellen wollte, habe ich mich dafür entschieden, das zu ermöglichen. Weil ich überzeugt bin: Kunstfreiheit gilt überall in Mitte – auch, wenn der Regierende Bürgermeister oder der Bundeskanzler das anders sehen.
Als Bürgermeisterin von Mitte liegt nicht alles in meiner Macht. Nichtsdestotrotz arbeite ich seit Jahren an guten Nachbarschaften – an solidarischen, vielfältigen, lebendigen und krisenfesten Kiezen. Das möchte ich weiter voranbringen und das geht nur gemeinsam – mit Ihnen und euch.