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Raum für Kunst und Kultur sichern

Stefanie Remlinger

Kultur als Marke von Berlin (-Mitte)

Eines ist unstrittig: unsere Kulturlandschaft ist einer der wichtigsten Gründe, warum Menschen nach Berlin kommen. Genauer gesagt: die einzigartige Mischung aus Hochkultur – Oper, Theater, Museen – und einer freien, lebendigen Kunstszene, die immer wieder Neues und Unerwartetes hervorbringt. Beides zusammen hat über Jahre ergänzt und die besondere Anziehungskraft dieser Stadt ausgemacht. Es hat Berlin geprägt – als Image, als Aushängeschild, als Marke.

Doch diese Marke steht unter Druck. Sinkende Besucher*innenzahlen, steigende Kosten, explodierende Mieten, verschwindende Freiräume: Clubs schließen, Baulücken werden bebaut, spontane und kreative Nutzungen gehen verloren. Es geht deshalb nicht nur darum, Kulturschaffende durch schwierige Zeiten zu bringen. Es geht darum, die kulturelle Kraft dieser Stadt immer wieder neu zu ermöglichen.

Kultur braucht Raum

Berlin-Mitte DER Hauptstadtbezirk, DER Kulturbezirk und – und trägt entscheidend zur Marke Berlin bei. Was können wir als Bezirk dafür tun? Unsere Aufgabe als Politik ist es, die Voraussetzungen zu sichern: Räume und Flächen für Kunst und Kultur sowie verlässliche Rahmenbedingungen.

Stefanie Remlinger

Deshalb habe ich mich und meine Fraktion im Bezirksverordnetenparlament für den Erhalt des Monbijou-Theaters und der Uferhallen gekämpft. Ich freue mich, dass im ehemaligen Frauengefängnis in Moabit ein neues Atelierhaus entstehen und werde auch das ehemalige Kleist-Gymnasium zu einem Ort für freie Kunst entwickeln. Und ich bin ein großer Fan davon, temporäre Kunst im öffentlichen Raum zu genehmigen, zum Beispiel mit der Friedensstatue in Moabit oder dem Walter Lübcke Memorial. Auch wenn der Regierende Bürgermeister oder der Bundeskanzler das anders sehen. Kunstfreiheit gilt überall in Mitte.

Und sie braucht Orte, an denen sie entstehen kann.

Wie sie diese Räume füllt, welche Fragen sie stellt, welche Antworten sie findet – das ist ihre Freiheit. Ich bin auf die Werke gespannt!

Stefanie Remlinger